Das Knie-Gelenk

Das Kniegelenk wird als eines der kompliziertesten Gelenke im Körper bezeichnet. Es ist nicht verwunderlich, dass das Knie dadurch leider auch besonders verschleiss- und verletzungsanfällig ist. Im Gegensatz zu früher ist die Lebensqualität heute mehr denn je an die Beweglichkeit bis ins hohe Alter gekoppelt und sportliche Aktivitäten rangieren auf Platz eins der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Gerade beim Sport treten die häufigsten Knieverletzungen auf.

Anatomie und Funktion des Kniegelenkes pdf


Die Meniskusverletzung

Der Meniskus erfüllt drei wichtige Aufgaben. Er vergrössert die Kontaktfläche zwischen Schienbeinplateau und Oberschenkelrolle. Dann funktioniert er als Stossdämpfer zwischen den Gleitflächen dieser beiden Knochen. Zusätzlich hilft er, zusammen mit den Bändern und der Muskulatur, das Kniegelenk zu stabilisieren. Meniskusverletzungen können ihre Ursache traumatisch (Unfall) oder degenerativ (Abnutzung) haben. Sie müssen sehr häufig operativ behandelt werden. Ansonsten können sie Sekundärschäden im Gelenk verursachen wie zum Beispiel Knorpelschäden. Erklärtes Ziel bei der arthroskopischen Operation des Meniskus ist es heutzutage, ein Maximum des natürlichen Meniskusgewebes zu erhalten, um die Langzeitbelastbarkeit zu gewährleisten.

Der Meniskusschaden - Die Kniearthroskopie pdf

Der Knorpelschaden - Die Kniearthrose

Mit zunehmendem Alter wird der Knorpel (die Gleitschicht in den Gelenken) rauher und nutzt sich ab. Die Schnelligkeit der Abnutzung und das Ausmass des Schadens bestimmt häufig den Schweregrad der Beschwerden, die der Einzelne im jeweiligen Gelenk hat. Die bekannten Risikofaktoren für eine vorzeitige Abnutzung sind falsche Belastung, Übergewicht, Bewegungsmangel, Fehlstellung der Gliedmaßen (X-Beine, O-Beine) oder auch die Folgen von Verletzungen des Gelenkes. Ein genetischer Faktor, eine frühzeitige Arthrose zu bekommen, ist unbestritten vorhanden. Wenn die Eltern an Arhrose gelitten haben, ist das Risiko relativ gross, ebenfalls entsprechende Gelenksprobleme zu bekommen. Da im Erwachsenenalter kein Knorpel mehr nachwächst, sind die Schäden meist irreversibel.

Die Kniearthrose- Die Kniegelenksprothese pdf

Die Achsfehlstellung des Beines

Fehlstellungen der Beinachse können eine Überbelastung einzelner Anteile des Gelenkes bewirken und somit zu vermehrtem Verschleiss der Menisken und des Knorpelbelags auf der Innen- bzw. Aussenseite des Kniegelenkes führen. So kommt eine O-Bein- oder X-Bein-Arthrose zustande. Reichen die zur Arthrosetherapie geeigneten Massnahmen mit speziellen Medikamenten oder einer Knorpelglättung nicht aus, muss die Beinachse korrigiert werden. Dies erfolgt im Rahmen einer sogenannten Umstellungsosteotomie. Dazu wird der Knochen durchgeschnitten und in korrigierter Stellung neu fixiert. Der durch die Fehlstellung verursachte Druck wird beseitigt und das Gelenk auf der geschädigten Seite entlastet.

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Die Kreuzbandverletzung

Das vordere und hintere Kreuzband sind die wesentlichen Stabilisatoren im Knie. Sportunfälle sind meist die Auslöser für die häufigste Bandverletzung, den Riss des vorderen Kreuzbands (VKB). Dadurch kommt es zu einer Instabilität, die zu vermehrtem Verschleiss im Gelenk führen und das Knie nachhaltig schädigen kann. Es können Sekundärschäden an Meniskus und Knorpel entstehen. Im Falle einer relevanten Instabilität kann nur eine Kreuzbandersatzoperation dieses Schicksal erfolgreich verhindern. Die besten Langzeitergebnisse werden mit einer Plastik aus einem körpereigenen Transplantat erzielt, die schonend arthroskopisch ausgeführt wird. Ob dabei die Patellarsehne oder die Semitendinosussehne verwendet wird, hängt vom Einzelfall ab und wird individuell entschieden. Im Anschluss an die Operation optimieren spezielle Rehabilitations-Massnahmen den Erfolg.

Der Kreuzbandriss - Die Kreuzbandersatzplastik pdf

Die Kniescheibenprobleme

Die Kniescheibe ist wichtig für die Kraftübertragung der Muskulatur. Die Hauptprobleme bestehen bei der Kniescheibe in Knorpelschäden, Arthrose oder einem Ausrenken (Luxation) der Kniescheibe. Dadurch können funktionelle Beschwerden und Schmerzen verursacht werden Die durch Kniescheibenprobleme verursachten Schmerzen treten besonders bei langem Sitzen sowie beim Treppen- und Bergabgehen auf. Fehl- und Überbelastungen führen überdies zu Folgeschäden an der Knorpelschicht der Kniescheibe. Mechanische und enzymatische Schädigungen sorgen so für einen entzündlichen "Teufelskreis", der mit verstärktem Knorpelabrieb weitere Entzündungen bewirkt. Durch Knorpelglättung, oder auch Transplantation von körpereigenem Knorpel kann dem vollständigen Knorpelabrieb entgegengewirkt werden. Zur Druckentlastung und Zentrierung der Kniescheibe werden verschiedene Korrekturoperationen durchgeführt..

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Das Plica Syndrom

   

 

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